Auf unserem Weg nach Homer fuhren wir durch ein riesiges Waldbrandgebiet. Das Feuer hatte kilometerlang alles verwüstet. Teilweise ragten einzelne überlebende Bäume hervor, doch von den meisten war nur noch ein verkohlter Rest übrig. An anderen Stellen war der Boden verbrannt und die Bäume fielen einfach um.
Die Luft roch verbrannt und in der Ferne konnten wir immer noch Rauchsäulen sehen (trotz starker Regenfälle in den letzten Tagen). Davor ein toter Wald - alles verbrannt...
Zum Glück konnten wir an anderer Stelle auch sehen, wie "schnell" sich die Natur von so etwas erholen kann, und wieder neue Pflanzen empor schießen und ihre Chance nutzen.
Auf unserer Strecke gab es aufgrund der Feuer sehr viele Baustellen, da die Straße neu geteert werden musste. Im Nachhinein erfuhren wir, dass wir Glück hatten, die Strecke überhaupt fahren zu können, da die Straße wohl lange ganz gesperrt war.
Gestaunt haben wir sehr über die "lebendigen Baustellenampeln". Aus Europa kennen wir das ja gar nicht, dass zu Beginn und am Ende einer Baustelle ein Arbeiter steht, der ein Schild für alle Autofahrer hochhält: STOP oder SLOW. Beim ersten Mal haben wir uns nur gewundert, aber als wir dann bemerkt haben, dass es hier wirklich bei jeder Baustelle so gemacht wird, konnten wir nur noch die Köpfe schütteln. Bei Kreuzungen wurden dann natürlich vier Personen benötigt und bei längeren einspurigen Strecken gab es dann auch noch ein Auto, dass den Weg im Schneckentempo mit Blinklicht vorausfuhr (wie ein safety-car bei der Formel 1) . Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass die Armen Tag und Nacht da stehen, auch bei strömendem Regen und Eiseskälte. Da ist die Version bei uns mit Hütchen, Warnbarken oder einfachen Baustellenampeln doch gar nicht so schlecht.
Nach dem Waldbrandgebiet kam dann aber eine sehr schöne Strecke an der Küste entlang Richtung Süden. Ständig hatten wir tolle Ausblicke aufs Meer und dahinter konnte man oft Bergketten und Gletscher anderer Landzungen und Inseln sehen (auf dem Foto nur schwer zu erkennen, aber dafür ist ein Adler mit drauf ;-) )
Homer selbst lag an der südlichen Landspitze und es gab viele kleine Shops, Restaurants und Souvenirläden. Im Sommer vermutlich eine Touristenhochburg.
Von hier aus starten unzählige Schiffe und Boote zum Fischen, Fähren zu den vielen Inseln oder Touri-Boote (Hochseeangeln, Tierbeobachtungen, Gletschertouren, ...)
Leider hatten einige der Shops und Cafes schon geschlossen, Saisonende!
Ganz in der Nähe von Homer haben wir auf einem schön gelegenen Campground direkt am Meer übernachtet mit tollem Blick übers Meer und Sonnenuntergang hinter den schneebedeckten Bergen.
Wir genossen einen letzten Spaziergang im Bicentennial Park. Als es wieder anfing zu regnen, dachten wir mit Vorfreude an unsere nächste Reiseetappe, die uns viel Wärme und Sonne bringen würde. So fiel uns der Abschied von Alaska mit seiner beeindruckenden Natur ein kleines bisschen leichter.














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