Mittwoch, 1. Januar 2020

Durch die Kalahari



Für unser nächstes Ziel mussten wir ganz nach Norden in einen schmalen Streifen Südafrikas zwischen Namibia und Botswana fahren: Die Kalahari Wüste (eigentlich eine Trockensavanne), die sich über 930 000 km2 über die drei Landesgrenzen erstreckt.

Schon auf der Fahrt dorthin wurde die Landschaft immer karger, die Bäume spärlicher und der Sand nach und nach mehr.


Weit und breit nicht viel zu sehen...


In einem der wenigen Bäume waren ganz viele Vogelnester. Wir sahen aber auch viele Fälle, wo die Vögel aus Ermangelung an Bäumen einfach haufenweise die Strommasten bevölkerten.



Wir fragen uns immer wieder, was die Weidetiere (wie diese Ziegen am Straßenrand) hier noch zu fressen finden...


Nach einiger Zeit erreichten wir den Eingang zum Kgalagadi Transfrontier Park. Nachdem wir nicht zu einer optimalen Zeit dort waren, machten wir uns nicht allzu viele Hoffnungen, viele große Tiere zu sehen. Aber wir haben mehrmals gehört und gelesen, dass schon der Gesamteindruck dieser Wüstenlandschaft einfach sehenswert sein soll.
Nachdem wir wieder einen Haufen Papierkram ausgefüllt hatten (das war bisher bei allen Parks so), haben wir noch den Reifendruck für die Sandpisten verringert, dann ging es los.
Und kaum waren wir ein paar Meter gefahren, trauten wir unseren Augen kaum: Direkt auf einer Sanddüne obendrauf stand wie eine Begrüßungsstatue die erste Raubkatze und posierte für uns. Eine Löwin? Doch mit dem Fernglas konnten wir dann schnell die Punkte auf dem Fell erkennen.


Zu unserer Freude kam der Gepard die Düne herunter und lief ein Stück parallel zur Straße entlang. Erst im Schatten blieb er stehen, schaute sich lange um und die Autos abwartend an, bevor er sich dann niederließ und eine Pause gönnte.






Während unserer Weiterfahrt sahen wir viele Gemsböcke. Als die Mittagshitze kam, fanden wir sie fast alle reglos im Schatten der vereinzelten Bäume stehen.




In einer kurzen Pause bekamen wir Besuch von einem kleinen Iltis-ähnlichen Tier, das gar nicht scheu war.



Immer wieder konnten wir auch Strauße erspähen, die mal ihren langen Hals argwöhnisch nach oben reckten und die Umgebung ausspähten, mal den Kopf am Boden hatten und wie Hühner auf dem Boden herum pickten und etwas essbares suchten.




Eine Querverbindung führte uns über Sanddünen. Nur gelegentlich gab es künstliche Wasserlöcher zu denen die Tiere kamen. Hier mussten sie besonders vorsichtig sein, denn natürlich legten sich genau hier die Raubtiere auf die Lauer. Dementsprechend sah man auch viele Kadaver um die Wasserstellen herum liegen... auch wenn wir die Löwen und Hyänen nicht zu Gesicht bekamen (da hätten wir in der Dämmerung kommen müssen), konnten wir uns die Jagdszenen so ziemlich gut vorstellen.



Das Gerippe lag mitten auf der Sandpiste.




Nicht weit von uns zog eine Springbockherde entlang.



Noch ein Strauß.


Gegen Ende unserer Tour lief uns noch ein Wüstenfuchs (oder ein Kojote?) über den Weg.



Obwohl hier sehr unwirtliche Lebensbedingungen vorherrschen (Dürre, Hitze, wenig Nahrung...), leben echt viele Tiere hier in der Kalahari, von denen wir auf unserer Tour natürlich nur einen Bruchteil gesehen haben.

Und selbst hier findet man blühende Dornbüsche. :-)


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